Sanierung des Landgerichts Erfurt
Erfurt, Thüringen
Hochbau - Tragwerksplanung
Sanierung des Landgerichts Erfurt
Bildrechte: IGS INGENIEURE und Wave In Motion
Das Landgerichtsgebäude am Erfurter Domplatz, ein neugotischer Bau aus den Jahren 1874 bis 1879, wird umfassend saniert, um seine historische Bausubstanz dauerhaft zu sichern und das Gebäude für die Anforderungen eines zeitgemäßen Justizbetriebs zu ertüchtigen. Als prägendes Bauwerk im historischen Stadtraum kommt dem Gebäude eine besondere städtebauliche und denkmalpflegerische Bedeutung zu, die den Rahmen für die Sanierungsmaßnahme vorgibt.
Im Mittelpunkt der Arbeiten steht die denkmalgerechte Restaurierung der Natursteinfassaden, die witterungsbedingte Schäden aufweisen und in Teilen instandgesetzt sowie ergänzt werden müssen. Parallel dazu erfolgt die sorgfältige Instandsetzung der originalen Innenräume, bei der historische Oberflächen, Bauteile und Raumstrukturen erhalten und fachgerecht aufgearbeitet werden. Ergänzend wird die gesamte Gebäudestruktur statisch ertüchtigt, um bestehende konstruktive Defizite zu beheben und die Tragfähigkeit langfristig zu sichern.
Ort
Erfurt, Thüringen
Bauherr
Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr
Architekt
WAP Worschech Architekten Planungsgesellschaft mbH, Erfurt
Leistungsumfang
Tragwerksplanung Lph 1-6, 8
Besonderheiten
Holz-Beton-Verbundertüchtigung des Dachgeschosses zur Nutzung als Technikgeschoss
Abfangungen der tragenden Wände und Kappendecken mit komplizierten Zwischenbauzuständen
Bauabschnitte
BIM-Basierte Planung auf Grundlage eines Laserscannings
Ort
Erfurt, Thüringen
Bauherr
Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr
Architekt
WAP Worschech Architekten Planungsgesellschaft mbH, Erfurt
Leistungsumfang
Tragwerksplanung Lph 1-6, 8
Besonderheiten
Holz-Beton-Verbundertüchtigung des Dachgeschosses zur Nutzung als Technikgeschoss
Abfangungen der tragenden Wände und Kappendecken mit komplizierten Zwischenbauzuständen
Bauabschnitte
BIM-Basierte Planung auf Grundlage eines Laserscannings
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der umfassenden Modernisierung der technischen Infrastruktur. Die haustechnischen Anlagen werden erneuert und an heutige Anforderungen in Bezug auf Nutzung, Sicherheit und Energieeffizienz angepasst. Gleichzeitig werden Maßnahmen zur Verbesserung der Barrierefreiheit umgesetzt, die eine zeitgemäße Nutzung des Gebäudes ermöglichen, ohne die historische Substanz und architektonische Wirkung zu beeinträchtigen.
Besondere Aufmerksamkeit gilt dem traditionsreichen Schwurgerichtssaal sowie weiteren charakteristischen Räumen des Gebäudes. Diese werden restauratorisch aufgewertet und behutsam funktional angepasst, um ihre historische Qualität zu bewahren und zugleich den heutigen Anforderungen an Gerichtsverhandlungen gerecht zu werden.
Insgesamt leistet die Sanierung einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt eines der bedeutendsten Justizgebäude Thüringens. Sie verbindet den verantwortungsvollen Umgang mit einem Kulturdenkmal mit der Schaffung zukunftsfähiger Nutzungsbedingungen und stellt sicher, dass das Landgericht Erfurt auch langfristig als zentraler Justizstandort genutzt werden kann.
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